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Shakespeare sei seine erste große Theaterliebe gewesen, erzählt Gernot Plass. Genauer: Es war eine Inszenierung der Komödie „Viel Lärm um nichts“, die den Funken entzündete. „2009 wusste ich dann, dass ich gerne Shakespeare inszenieren möchte, die Sprache aber ins Heute holen will. Mit ‚Richard 2‘ habe ich das erstmals hier am Haus umgesetzt und mich damals sprachlich sehr an Filmemachern wie Quentin Tarantino orientiert“, sagt Plass. Etwas später kam ihm der Gedanke, dass er es sich mit dieser Methode möglicherweise etwas zu einfach mache. „Die Schönheit der Sprache war damit weg“, hält er fest. „Ich habe mich daraufhin intensiv mit dem Pentameter beschäftigt und schließlich damit begonnen, die Sprache, wie ich sie bei ‚Richard 2‘ verwendet habe, in ein Versmaß zu füllen. Damit wurde das Ganze wieder zu einer Art Dichtung – oder eben Nachdichtung.“
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