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„Sexdate“ wäre heute vielleicht eine passende Bezeichnung, um zu beschreiben, was in Arthur Schnitzlers 1912 uraufgeführtem „Reigen“ in gleich zehnfacher Ausführung passiert. Man trifft sich, tauscht die ein oder andere Bemerkung aus und schläft miteinander. So weit, so bekannt. „Natürlich stimmt das nicht ganz, denn der Besuch bei einer Sexarbeiterin ist kein Sexdate“, bemerkt Franz-Xaver Mayr, der das Stück im Rahmen der Festwochen Gmunden inszeniert. Trotzdem möchte er betonen, dass keiner der zehn Szenen etwas Obskures oder Außergewöhnliches anhaftet. „Was die Menschen im ‚Reigen’ auf der Bühne tun, passiert ständig irgendwo auf der Welt“, hält der Regisseur fest.
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