Franz-Xaver Mayr, geboren 1986 in Hallein/Salzburg, studierte Regie an der Zürcher Hochschule der Künste.

Geduld, Zuversicht und Lust: Franz-Xaver Mayr inszeniert den „Reigen“

Sarah Wetzlmayr, 18.07.2022

Das geduldige Ausprobieren eines gemeinsamen Weges ist für „Reigen“-Regisseur Franz-Xaver Mayr eine der wichtigsten Säulen des Theaters. Warum er sich das auch für das Leben abseits der Probe wünschen würde, hat er uns im Interview erklärt.

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„Sexdate“ wäre heute vielleicht eine passende Bezeichnung, um zu beschreiben, was in Arthur Schnitzlers 1912 uraufgeführtem „Reigen“ in gleich zehnfacher Ausführung passiert. Man trifft sich, tauscht die ein oder andere Bemerkung aus und schläft miteinander. So weit, so bekannt. „Natürlich stimmt das nicht ganz, denn der Besuch bei einer Sexarbeiterin ist kein Sexdate“, bemerkt Franz-Xaver Mayr, der das Stück im Rahmen der Festwochen Gmunden inszeniert. Trotzdem möchte er betonen, dass keiner der zehn Szenen etwas Obskures oder Außergewöhnliches anhaftet. „Was die Menschen im ‚Reigen’ auf der Bühne tun, passiert ständig irgendwo auf der Welt“, hält der Regisseur fest.

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