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Im Vergnügungs-Karst des Lockdowns hatte ich mir viel vorgenommen: neben Entrümpelungsorgien und der Vervollkommnung von Zitronentartes die Lektüre von Weltliteratur, Proust, Dostojewski, Roth (Joseph und Philip), Bildungsbürger-Libido, volle Kraft voraus. Doch die kollektive Verunsicherung und der individuelle Konzentrationszickzack ließen mich stattdessen zu einem Netflix-Idioten verkommen: Ich vertiefte mich nächtelang in die Serienkillerjagd jedes skandinavischen Problemkommissars oder das muntere Treiben von nomadisierenden Zombies in der Post-Apokalypse. Mein Hirn schrumpfte auf die Größe eines sauren Drops.
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