1924, also vor genau hundert Jahren, erschien die als innerer Monolog verfasste Novelle von Arthur Schnitzler. Die 19-jährige Else soll im Auftrag ihrer Eltern einen älteren Bekannten um Geld bitten. Dieser verlangt als Gegenleistung, sie nackt zu sehen. Damit stürzt er Else in einen inneren Konflikt, an dem sie zu zerbrechen droht. „Fräulein Else“ ist einer der berühmtesten Texte Arthur Schnitzlers, der 1931 in Wien verstarb.

Fräulein Else: „Eines Tages machen wir diesen Text zusammen“

Sarah Wetzlmayr, 29.01.2025

Im Wort Ohnmacht steckt das Wort Macht und in Fräulein Else eine Frau, die uns auch heute noch viel zum Thema Selbstermächtigung erzählen kann. Schauspielerin Julia Riedler und Regisseurin Leonie Böhm bringen den Monolog ins Volkstheater.

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Vor 100 Jahren schrieb Arthur Schnitzler „Fräulein Else“, neunzig Jahre später studierte Schauspielerin Julia Riedler eben jenen Text ein, um ihn als Abschlussmonolog an der Schauspielschule vorzusprechen. Leonie Böhm, damals noch mitten im Regiestudium, saß im Publikum, kam im Anschluss auf Julia Riedler zu und sprach folgende visionäre Worte aus: „Eines Tages machen wir den zusammen.“

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