Symbolhaft. Ein überdimensionaler Spiegel – via-à-vis der Secession – diente spontan als Fotorequisit. Man könnte ihn auch als Allegorie auf die Vielseitigkeit des Künstlers sehen.

Florian Boesch: Wanderer zwischen den Welten

Klaus Peter Vollmann, 25.01.2022

Er liebt röhrende Motoren und romantische Verse, hält Schubert für ein Genie und Grönemeyer für einen großen Poeten. Florian Boesch strotzt vor Leidenschaft. Und geht mit ihr auf „Winterreise“.

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Seine schwarze Lederjacke wiegt zwanzig Kilo. Vielleicht auch mehr. „Hier habe ich mein ganzes Werkzeug drinnen“, erklärt Florian Boesch das enorme Gewicht des Kleidungsstücks, das man während des Fotoshootings „nur kurz halten“ sollte. Und zieht zum Beweis einen Schraubenschlüssel aus der Tasche. „Ich fahre ein Motorrad Baujahr 1968, da ist schnell einmal etwas kaputt.“ Der gefeierte Bassbariton mit Lebensmittelpunkt Wien ist passionierter Biker und, der Not gehorchend, manchmal auch Mechaniker. Als sich unsere Wege Ende der 1990er-Jahre das erste Mal kreuzten, kümmerte er sich beim Life Ball um die Bühnentechnik. Dass er Gesang studierte, wusste damals niemand.

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