Kay Voges inszeniert „Faust“ als Kampf zwischen Ewigkeit und Augenblick – und verwandelt gemeinsam mit Live-Fotograf Marcel Urlaub den Bühnenraum dafür zum Lichtraum und zur Dunkelkammer gleichermaßen.

Faust von Johann Wolfgang von Goethe

Theresa Steininger, 30.05.2022

Ursprünglich gar nicht für die Bühne gedacht, wurde Goethes „Faust“ zu einem Klassiker. Ein Monumentalwerk, das wir hier kurz zusammenfassen.

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Mephistopheles geht eine Wette mit Gott ein, dass er Dr. Faust vom Herrn abwenden könne. Dieser grübelt in seinem Studierzimmer über den Sinn des Lebens. Da ihm herkömmliche Wissenschaften nichts mehr geben, überlegt er eine Erlösung durch den Tod. Doch als er den Giftbecher schon angesetzt hat, wird er durch Glockenklang und Chorgesang vom beginnenden Osterfest an seinen Glauben erinnert. Auf einem Spaziergang folgt ihm ein schwarzer Pudel, der sich als Mephisto entpuppt. Sie schließen einen Pakt, dass Mephisto Faust auf Erden dienen würde, wenn dieser ihm dann „drüben“ gehöre. Wenn Faust einmal zum Augenblick sagen würde „Verweile doch! du bist so schön“, dann würde er Mephisto gehören.

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