Werbung
Als „Mister Frost der Dramatik“ wurde der norwegische Autor, Literaturnobelpreisträger und „Magier der Stille“ Jon Fosse einmal bezeichnet. Auf Fabian Reichenbach, der demnächst in „Der Name“, einem frühen Stück Fosses, auf der Bühne des Volkstheaters zu sehen sein wird, trifft das ganz und gar nicht zu. Offen plaudert er drauflos, einen sogenannten „Icebreaker“ braucht es nicht. Die Mittagssonne, die sich an diesem Septembertag dazu entschlossen hat, Wien auch buchstäblich in einen Schmelztiegel zu verwandeln, tut ihr Übriges dazu. Wie auf der Theaterbühne zeigt der gebürtige Leipziger auch im Interview, dass er beides kann – laut und leise sein, verschmitzt und ernst. Den Drang, sich mit Haut, Herz und Haar in die Menge zu werfen (im übertragenen Sinne natürlich) nimmt man ihm auf der Bühne genauso ab wie eine tief verwurzelte Hintergründigkeit.
Werbung