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Mit der Frage „Worum wird es denn nun genau gehen?“ hüpft man bei Herbert Fritsch nicht weit. Dafür ist der in Augsburg geborene Regisseur ein wahrer Meister, wenn es darum geht, von einem Thema ins nächste zu springen – allerdings stets auf eine Art und Weise, die Sinn ergibt, weil er den Faden niemals ganz verliert. Sehr viel lieber balanciert er jedoch darauf und jongliert dabei mit Gedanken und Geschichten, die sich oft um Musik und noch viel öfter um das Theater drehen. Er tut es womöglich nicht bewusst, aber wenn Herbert Fritsch über seine Arbeit spricht, erwacht der etwas abgedroschene Satz, dass das Theater die wohl lebendigste aller Kunstformen sei, tatsächlich zum Leben. Und damit sind wir irgendwie auch schon mitten im Stück, das Fritsch gerade für das Burgtheater vorbereitet. „Zentralfriedhof “ lautet der Titel, doch daran sollte man sich besser nicht aufhängen. Oder wie es Sabrina Zwach, Herbert Fritschs langjährige Dramaturgin, in Zusammenhang mit seiner letzten Wiener Arbeit, „Die gefesselte Phantasie“, formulierte: „Wir werden es so machen wie immer, wir werden die Erwartungen nicht erfüllen.“
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