In einer Inszenierung von  Kay Voges ist das Stück im Volkstheater Wien zu sehen.

Endspiel von Samuel Beckett

Theresa Steininger, 10.11.2022

Samuel Becketts „Endspiel“ gilt als Urwerk des absurden Theaters. Eine apokalyptische Situation, aus der vier Personen nicht mehr entkommen. Das ganze Stück in Kurzfassung liest du hier.

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In einem Raum, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint, wohnen vier Personen. Die Zivilisation dürfte zerfallen sein, eine apokalyptische Situation wird angedeutet. Nur zwei Fenster erlauben den Blick nach draußen, doch Protagonist Hamm ist nicht nur lahm, sondern auch blind. Er ist von dem ihm dienenden Clov abhängig, welchen er dennoch schikaniert. Sinnentleerte Rituale und Kränkungen sind es, mit denen sich Hamm die Zeit vertreibt. Doch auch Clov ist ihre gegenseitige Abhängigkeit klar, denn nur Hamm weiß, wie man an Essen gelangt. Wenn er jedoch seine Drohung umsetzt, Clov die Nahrung zu entziehen, würden beide sterben. Auch Hamms Eltern sind hier gefangen, sie sprechen über den körperlichen Verfall und darüber, wie sie ans Essen kommen. Hamm tyrannisiert die anderen, während sie alle halb ängstlich, halb sehnsüchtig - und ohne Hoffnung auf Besserung ihrer Lage - dem drohenden Ende entgegensehen.

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