Literarische Leidenschaft. Elisabeth Orth in ihrer Hietzinger Wohnung. Hier liest sie beinahe ununterbrochen. „So viel, dass ich mir im ersten Lockdown sogar eine kleine Muskelschwäche zugezogen habe.“ Aktuell: „Die Imker“ von Gerhard Roth.

Elisabeth Orth: „Mit Nestroy und mir ist es nicht viel geworden“

Klaus Peter Vollmann, 25.10.2022

Sechs Jahrzehnte Bühnenleben mit herausragenden Rollen in Wien, München und Berlin machten aus ihr eine Theaterlegende. Nun wird Elisabeth Orth mit dem NESTROY für ihr Lebenswerk geehrt.

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Unprätentiös sind nur die ganz Großen. Zwischen der ersten Anfrage und dem tatsächlichen Interview vergehen nur wenige Tage, und auch bei der Wahl des Gesprächsorts ist die Grande Dame heimischer Schauspielkunst keine Diva. „Kommen Sie zu mir, und bringen Sie einen Fotografen mit“, lässt sie charmant wie bestimmt fernmündlich wissen. Sofort verfällt man jenem von vielen Burgtheaterbesuchen bekannten elegant-dunklen Timbre, dessen weiches Wienerisch heute nur noch selten auf einer Bühne zu hören ist.

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