Die Volksoperndirektorin Lotte de Beer bringt Puccinis selten gespielte Oper „La rondine" auf die Bühne.

Ein vom Aussterben bedrohter Zugvogel

Klaus Peter Vollmann, 10.04.2024

Lotte de Beer bringt Puccinis selten gespielte Oper „La rondine“ auf die Bühne. Ein Gespräch über die Relevanz von Humor, das Lachen im Kampf gegen Nihilismus, kreativen Familiensinn im Ensemble und die Notwendigkeit, selber Regie zu führen.

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„Weder Fisch noch Fleisch“, dafür aber mit großartiger Musik. So klassifiziert Lotte de Beer augenzwinkernd das Libretto jenes Stücks, dessen Regie sie aktuell übernommen hat. Giacomo Puccinis „La rondine“ – zu Deutsch „Die Schwalbe“ – erlebte zwar in den letzten Jahren eine kleine Renaissance, wurde über Jahrzehnte aber kaum gespielt und stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Ursprünglich ein Auftragswerk des Wiener Carltheaters, bezeichnete sein eigener Verleger Tito Ricordi die fertige Oper als „schlechten Lehár“ und weigerte sich, sie in sein Programm aufzunehmen. Schließlich verhinderte der Erste Weltkrieg, in dem sich Italien gegen Österreich-Ungarn stellte, eine Premiere in Wien, sodass die Uraufführung erst 1917 in Monte Carlo stattfand.

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