Für Schauspieler Philipp Hauß ist „Alles, was der Fall ist“ bereits die zweite gemeinsame Arbeit mit Dead Centre. In den Proben für „Die Traumdeutung“ lernte er die beiden kennen.

Ein Stück für alle Fälle

Sarah Wetzlmayr, 08.06.2021

Wenn Dead Centre Wittgenstein inszenieren, hat das nichts mit Frontalunterricht zu tun. Eine Konfrontation ist es trotzdem – mit dem scheinbar Unmöglichen.

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Geht es darum, möglichst schnell ein paar Sätze rauszuhauen, die es irgendwie aus dem Philosophieunterricht ins Langzeitgedächtnis geschafft haben, so lautet einer davon mit großer Wahrscheinlichkeit: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Ein Grund dafür könnte sein, dass sich der Satz, der aus dem „Tractatus logico-philosophicus“, dem philosophischen Hauptwerk Ludwig Wittgensteins, stammt, auch bei alltäglichen Begegnungen gut einsetzen lässt. Insgesamt ist Ludwig Wittgensteins formelhaft aufgebautes Werk jedoch alles andere als ein Selbstbedienungsladen für philosophische Schmankerl, die sich auch on the go gut verspeisen lassen. In Sachen Komplexität spielt der 1951 verstorbene Philosoph nämlich in der obersten Liga mit.

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