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Am Tag nach einer durchzechten Clubnacht herrscht bei Rudy und Max Katerstimmung. Erinnerungslücken und Fragen wie „Wer ist nackte Typ in unserem Badezimmer?“ inklusive. Es ist aber nicht einfach nur der Beginn eines erinnerungsarmen Katertags, sondern auch der Morgen nach dem sogenannten „Röhm-Putsch“, von dem ausgehend die systematische Verfolgung homosexueller Männer durch das Nationalsozialistische Regime ihren Anfang nahm. Das Stück „Bent“ des US-amerikanischen Autors Martin Sherman, uraufgeführt 1979 in London, beginnt mit der Schilderung jenes Tages im Jahr 1934. Matthias Köhler, der Shermans Theatertext mit seinem Kollektiv wirgehenschonmalvor im Theater Hamakom am Nestroyplatz inszeniert, hat sich bewusst dazu entschieden, seine Arbeit nicht zu sehr in der Historie zu verorten.
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