Der Ausnahmetenor mit großer Liebe zu Mozart hat seine Karriere ebenso im Griff wie das Schokoladeneis – verzehrt auf einer vorbildlich gepflegten Parkbank.

Ein Kaiser voller Gnaden

Klaus Peter Vollmann, 22.08.2023

Die letzten Porträtfotos von ihm sind sieben Jahre alt. Mit seiner Frau spricht er italienisch, wenn die Kinder nichts ­verstehen sollen. Und nach Wien kommt er mit vielen Golfschlägern. Matthew Polenzani ist ein wortgewandter, warmherziger, witziger Mann. Ideal für die Titelrolle in „La clemenza di Tito“.

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Fernmündliches Bildgespräch. Anders wäre ein Interview mit dem vielbeschäftigten Tenor aus New York, der sich zur Zeit des Dialogs gerade in Hamburg aufhält, auch nicht möglich gewesen. Erst wenige Stunden davor hat er das dazugehörige Fotoshooting absolviert. Und gut überstanden. „Ich habe Freunde, die jedes Jahr neue Bilder anfertigen lassen und dafür eine möglichst große Auswahl schätzen. In diese Kategorie falle ich nicht, meine letzten Porträtfotos sind sieben Jahre alt“, umschifft er charmant die Frage, wie es ihm denn vor der Kame­ra gefallen habe. „Aber das Wetter war schön, und ich denke, es werden schon ein paar brauchbare dabei sein“, hofft er zu Recht, wie das Ergebnis zeigt.

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