Die Frauen hinter den „Weibern“. Ein Teil des Bühnenbilds der „Lustigen Weiber von Windsor“ in der Probebühne der Volksoper mit Stephanie Maitland, Nina Spijkers und Anett Fritsch

Ein Blick dorthin, wo es weniger glitzert, aber mehr menschelt

Atha Athanasiadis, 08.05.2023

Unser Besuch bei den Proben zu den „Lustigen Weibern von Windsor“ hat uns eine Premiere beschert: das erste Interview mit einer stillenden Mutter – und die Erkenntnis, dass man seine eigene Stimme nur findet, wenn man zuhört und sich eingesteht, dass man nicht immer recht hat.

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Probebühnen haben so etwas Normales. Sie glitzern nicht. Sie leuchten nicht. Während die Stars sonst weit weg im Scheinwerferlicht stehen, sind sie hier ganz nah. Kulissen, die später Gebäude oder Landschaften erzählen, sind – in frühen Phasen der Proben – wackelige Gestelle, schnell zusammengezimmert. Türen, die später zugeschlagen werden, fallen hier um, wenn man das mit Bühnenkraft tun würde. Die Anstrengung der Sänger*innen ist nicht von Schminke kaschiert. Hier wird geschwitzt. Hier leuchten die Gesichter rot vor Anstrengung. Hier werden Babys gestillt.

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