Das Fiese Matenten Kollektiv zeigt zum ersten Mal eine Arbeit in Wien: Benjamin Kornfeld, Christiani Wetter, Claudia Carus, Bernhard Hammer (v.l.n.r.).

Dieses Stück ist ein Knaller

Sarah Wetzlmayr, 19.11.2024

Warum berauschen sich Delfine an Kugelfischen? Und findet in einer Rauschsituation tatsächlich so etwas wie Urlaub im Kopf statt? In „Weil es knallt“ lotet das Fiese Matenten Kollektiv den Themenbereich Rausch und Sucht aus – mit spacigen Anzügen und treibenden Technobeats von Bernhard Hammer.

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Wer an Berauschung denkt, hat vermutlich rasch die ein oder andere durchtanzte Nacht im Kopf – wummernde Beats, dicht aneinandergedrängte Körper, die beinahe symbiotische Verbindung von Bier- und Schweißgeruch. Vielleicht auch: der Kater am nächsten Tag, das verlorene Handy, der erste Bissen Toastbrot irgendwann nachmittags, später Tiefkühlpizza und Wohlfühlserie. Berauschung kann aber auch bedeuten, kurz mal aus dem fahrenden Zug raushüpfen zu wollen – kann eine Antwort auf den immer dringlicher werdenden Wunsch nach einer kurzen Auszeit sein. „Nach ein bisschen Urlaub im Kopf“, bringt es Benjamin Kornfeld auf den Punkt. Wir sitzen im „Espresso“ in der Burggasse. Draußen ist es klirrend kalt, doch von ihm und dem Rest des Fiese Matenten Kollektivs – den Schauspielerinnen Christiani Wetter und Claudia Carus und dem Musiker Bernhard Hammer – geht eine angenehme Wärme aus. Der kleine Ofen im hinteren Raum des „Espresso“ tut sein Übriges dazu.

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