Julia Franz Richter, Shabnam Chamani und Lara Sienczak in „Aqua Tofana“.

Die Wut muss raus: Aqua Tofana im Kosmos Theater

Sarah Wetzlmayr, 20.01.2025

Über Jahrhunderte hinweg wurde weiblich gelesenen Personen das Recht wütend zu sein abgesprochen. Auch Regisseurin Jana Vetten kennt das Gefühl, nicht auf die eigene Wut zugreifen zu können. Im Kosmos Theater inszeniert sie „Aqua Tofana", Ivana Sokolas poetisches Stück über feministische Wut, Müdigkeit und Zartheit. Katharina Maria Trenk hat die Musik komponiert.

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Die Wut, die muss raus. So klar, so gut. Dass das jedoch häufig einfacher gesagt als getan ist, zeigt das Stück „Aqua Tofana“ von Ivana Sokola, das am 15. Jänner im Kosmos Theater seine Uraufführung erlebte. Den drei wütenden FLINTA*-Personen im Zentrum des Textes, die in Jana Vettens Inszenierung von Shabnam Chamani, Julia Franz Richter und Lara Sienczak gespielt werden, ist im ersten Teil des Stücks nämlich so gar nicht nach Rausgehen zumute. In einer Höhle unter der Erde wollen sie sich vom kräftezehrenden Kampf gegen das Patriarchat erholen – einfach mal entspannen. Doch: Die Wut muss raus. Sie brodelt in ihnen weiter, kocht immer wieder hoch und treibt sie schließlich zurück an die Erdoberfläche.

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