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Marie Schleef ist eine Regisseurin, die nicht nur sucht, sondern so lange gräbt, bis sie auf etwas stößt, das sie wirklich nicht mehr loslässt. Manchmal dauert das ein bisschen, denn die in Göttingen geborene Theatermacherin interessiert sich vor allem für Verdrängtes, Vergessenes und Unsichtbares. Oder auch: für Vergrabenes. Hat sie einen Text gefunden, stürzt sie sich mit Haut und Haar in die Welt, die er eröffnet. „Ich bin eher der Typ Wühlmaus“, hält sie lachend fest und setzt mit ruhiger Stimme nach: „Das bedeutet, dass ich meine Zeit lieber in das Suchen als in das Umdeuten eines Stoffs investiere. Mir macht das einfach mehr Spaß, was jedoch nicht bedeutet, dass das Umdeuten von klassischen Texten keine genauso wichtige Arbeit ist.“
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