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„Kunst muss weh tun, der Weg anstrengend sein, alle Beteiligten müssen leiden und sich in einem konstanten Zustand der Überarbeitung befinden. Das ist ein Narrativ, das in der Theaterbranche sehr stark verankert ist“, hält die Dramaturgin Jennifer Weiss fest. Mit diesem Bild gehe zudem oftmals ein stark ausgeprägter Geniegedanke einher, unter dessen Deckmantel es zu Grenzüberschreitungen und dem Ausnützen von Machtgefällen kommt. Wie etwa dann, wenn ein regieführender Intendant einem Ensemblemitglied in einer Probe zwischen die Beine greift und sagt: „Das muss von hier kommen“. Die gerade beschriebene Szene stammt aus dem Stück „Nestbeschmutzung“ des interdisziplinär arbeitenden Instituts für Medien, Politik und Theater, zu dem auch Jennifer Weiss gehört.
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