Mit „bumm tschak oder der letzte henker“ ist bereits das sechste Stück von Ferdinand Schmalz am Burgtheater zu sehen.

Die Behauptung der Enthauptung

Sarah Wetzlmayr, 17.10.2025

Am Ende fällt der Vorhang. Und vielleicht auch das Fallbeil. Ferdinand Schmalz hat mit „bumm tschak oder der letzte henker“ ein Stück geschrieben, das lose in der österreichischen Geschichte verankert und gleichzeitig brandaktuell ist.

Werbung

Höhenangst? Fehlanzeige. Mit beeindruckender Furchtlosigkeit begibt sich Ferdinand Schmalz im Rahmen unseres Fotoshootings auf jene Balustrade, die den sogenannten Blasengel am Dach des Wiener Burgtheaters umschließt. „Hut ab!“, möchte man ihm zurufen, gleichzeitig jedoch kein Missverständnis evozieren, denn der gebürtige Grazer ist neben seinen sprachgewaltigen Texten auch dafür bekannt, seine „Denkrosine“ stets mit ansprechenden Hüten auszustatten. Wenige Augenblicke später hat der vielfach ausgezeichnete Dramatiker schließlich wieder festen Boden unter den Füßen. Sein ebenso fröhlicher wie offener Blick verrät, dass er für weiteren Schabernack durchaus zu haben wäre. Zu Blasmusik, die vom Rathausplatz bis aufs Burgtheaterdach hinauf klingt, geht es jedoch schließlich wieder in etwas weniger halsbrecherische Gefilde. Der Begriff „Denkrosine“ stammt im Übrigen aus dem Sprachschatz des alles andere als abgehobenen Dichters, genauer gesagt aus dessen 2024 gehaltener Bachmannpreisrede mit dem wunderschönen Titel „hoppla, die leberwurst!“. Um die soll es hier aber nicht gehen, sondern um sein neues Stück „bumm tschak oder der letzte henker“, das ab 4. September im Akademietheater zu sehen sein wird.

Weiterlesen

Werbung