Yamil Borges in der Titelrolle bei der Aufführung der Vereinigten Bühnen Wien.

Der Kuss der Spinnenfrau von John Kander

Theresa Steininger, 03.06.2022

Hinter dem Titel verbirgt sich eine Geschichte über Folter und Angst in einem südamerikanischen Gefängnis - und über die Macht der Fantasie. Eine Zusammenfassung.

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Der homosexuelle Luis Molina sitzt wegen Verführung eines Minderjährigen in einem südamerikanischen Gefängnis. Aus einer Welt voll Angst, Folter und Entwürdigung entflieht er durch Erinnerungen an Filme, die er früher gesehen hat, vor allem solche mit seiner Lieblingsschauspielerin "Aurora". Er liebte alle ihre Rollen - außer jene der Spinnenfrau. Manchmal hört er ihre verführerische Stimme bis ins Gefängnis. Sein neuer Zellengefährte ist der marxistische Revolutionär Valentin Arregui, dem das Gespräch mit einem Homosexuellen erst unangenehm ist. Er schwärmt lieber von seiner Marta. Doch als Molina mit seinen Geschichten über Filme die Schreie gefolterter Insassen übertönt, sind sie ihm Recht.

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