Bruno Kliegl ist ein Virtuose auf der Glasharmonika.

Der Klang des Glases

Juliane Fischer, 13.08.2021

Benjamin Franklin entwickelte sie. Der Virtuosen Johann Ludwig Röllig erhob sie zum Star in seinem Libretto „Philon und Theone“. Georg Anton Benda vertonte es 1779. Nun ist die Glasharmonika bei der Welturaufführung beim Teatro Barocco zu hören.

Werbung

Benjamin Franklin hat etwas erfunden, dass in diesem Sommer oft zum Einsatz kommt: den Blitzableiter. Aber nicht nur. Damals US-Präsident, aber auch Naturwissenschaftler, Erfinder und Mitglied der St. John's Freimaurerloge hörte Franklin einst in London ein Konzert von Edmund Delaval auf den sogenannten Musical Glasses, Vorgänger der Glasharmonika. Daraufhin erfand er die Glasharmonika. Er schob zirka 30 Glasglocken unterschiedlicher Größe ineinander und fädelte sie auf einer Spindel auf. Damit sie sich drehten und ein Ton entstand, musste man ein Pedal treten und die Glockenränder mit feuchten Fingerspitzen berühren. Genau das macht Bruno Kliegl. Als einer von wenigen in Europa, wahrscheinlich weltweit. Seit 1996 tritt er als Glasinstrumentalist auf.

Weiterlesen

Werbung