Regisseur Simon Stone

Der Fall Wozzeck: Psychogramm eines Femizids

Atha Athanasiadis, 13.03.2022

Er ist Leiharbeiter, ein Außenseiter. Er wird benutzt und ausgenutzt, und er schlägt dort zu(rück), wo es keiner sieht: zu Hause. Regisseur Simon Stone und Dirigent Philippe Jordan lassen Alban Bergs „Wozzeck“ im Wien der Jetztzeit leiden und morden.

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Was bleibt nach einem Femizid, dem Mord an einer Frau? Es bleibt die Tat, und es gibt die alltäglichen Fragen, die sich Kriminalisten stellen müssen: Was ist passiert? Wo ist das passiert? Wie ist das passiert? Und vor allem: Wer war es? Die Tat wird zum Gerichtsakt und zur Schlagzeile in den Medien. Was niemanden mehr interessiert, ist das Leben jener, die ermordet wurden, und auch derer, die es ausgelöscht haben. Nur die Tat ist, was zählt, sagt man. Bei guten stimmt das ja, bei schlechten könnte das Davor helfen, zu verstehen, um weiteres Böses zu verhindern.

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