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Felix Kammerer sitzt auf einem schwarzen Ledersessel und pustet Papierschnipsel in die Luft. Viel gebe es auf der Probebühne nach erst zwei Wochen Probenzeit noch nicht zu sehen, warnte uns Regisseur Jan Bosse im Vorfeld. Doch wie so oft im Leben kommt es schlussendlich darauf an, was man draus macht. Klingt abgedroschen, ist aber so. Und so pustet Felix Kammerer für das Fotoshooting eben weiße Schnipsel in die etwas abgestandene Probebühnenluft. Sie rieseln zu Boden und sehen dabei aus wie – zugegeben höchstens semiauthentische – Schneeflocken. Über den Begriff der Authentizität und seine sowohl semantischen wie auch phonetischen Tücken wird der Schauspieler etwas später im Interview noch sprechen. Und natürlich auch darüber, was Jan Bosse – gemeinsam mit seinem Team und Ensemble – aus Ayad Akhtars neuem Stück „Der Fall McNeal“ machen wird. Oscarbedingte Starallüren sucht man bei dem 1995 geborenen Schauspieler jedenfalls vergeblich. Oder anders formuliert: Allüren? Pustekuchen!
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