Felix Kammerer ist seit der Spielzeit 2019/20 Ensemblemitglied des Burgtheaters, an dem er   unter anderem mit Bastian Kraft und Barbara Frey arbeitete. Er studierte an   der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Im oscarprämierten  Film „Im Westen nichts Neues“ ­spielte Kammerer den Soldaten Paul Bäumer.   Außerdem gehört er zum Cast der ­Neuverfilmung von „Frankenstein“, bei der Guillermo del Toro Regie führt.

Der Fall McNeal: Im Falle des Fallens

Sarah Wetzlmayr, 05.03.2025

Der narzisstische Autor Jacob McNeal füttert eine KI und sorgt damit dafür, dass sein Ego wohlgenährt bleibt. Doch „Der Fall McNeal“ ist auch die Geschichte eines Verfalls. Jan Bosse bringt sie mit einem großartigen Ensemble auf die Bühne.

Werbung

Felix Kammerer sitzt auf einem schwarzen Ledersessel und pustet Papierschnipsel in die Luft. Viel gebe es auf der Probebühne nach erst zwei Wochen Probenzeit noch nicht zu sehen, warnte uns Regisseur Jan Bosse im Vorfeld. Doch wie so oft im Leben kommt es schlussendlich darauf an, was man draus macht. Klingt abgedroschen, ist aber so. Und so pustet Felix Kammerer für das Fotoshooting eben weiße Schnipsel in die etwas abgestandene Probebühnenluft. Sie rieseln zu Boden und sehen dabei aus wie – zugegeben höchstens semiauthentische – Schneeflocken. Über den Begriff der Authentizität und seine sowohl semantischen wie auch phonetischen Tücken wird der Schauspieler etwas später im Interview noch sprechen. Und natürlich auch darüber, was Jan Bosse – gemeinsam mit seinem Team und Ensemble – aus Ayad Akhtars neuem Stück „Der Fall McNeal“ machen wird. Oscarbedingte Starallüren sucht man bei dem 1995 geborenen Schauspieler jedenfalls vergeblich. Oder anders formuliert: Allüren? Pustekuchen!

Weiterlesen

Werbung