Sechs Stunden Theater in der Josefstadt: "Das Vermächtnis". Ein Stück, über alles, was unser Dasein bewegt.

„Das Vermächtnis“: Anders gleich

Klaus Peter Vollmann, 13.03.2025

Wer waren wir? Wer sind wir? Wer werden wir sein? Matthew López hat mit „Das Vermächtnis“ ein kluges, berührendes, verstörendes, elegantes Drama über drei Generationen schwulen Lebens vorgelegt. Ein Wagnis in sechs Stunden. Mit Martin Niedermair und Raphael von Bargen in den Hauptrollen.

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Seltsame Sogwirkung. Es gibt Stücke – und sie sind gewiss nicht alltäglich –, die einen fesseln, als wären sie eine Netflix-Serie. Man liest sie in einem durch, weil man nicht aufhören kann, wissen zu wollen, wie es weitergeht. Auch wenn sie, wie im Falle von „Das Vermächtnis“, 227 Seiten haben, ständig die Erzählperspektive wechseln, in der zeitlichen Abfolge Haken schlagen und so viele Schicksale berühren, dass man mit dem Fühlen kaum nachkommt.

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