Nach der Premiere von „Sweeney Todd“: Ein blut­verschmierter Richter Turpin

Christoph Wagner-Trenkwitz: Blunzenradel für Stephen Sondheim

Redaktion, 19.03.2021

Christoph Wagner-Trenkwitz ging einst mit Stephen Sondheim zum Heurigen. Der Musicalkomponist ließ sich deftige Hausmannskost servieren.

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Wir starten mit einem kleinen Rückblick. Im September 2013 gab die Volksoper Wien erstmals den Musical-­Thriller Sweeney Todd, komponiert von Stephen Sondheim. Der Weg zu dieser Entscheidung war ein verschlungener gewesen. Da Direktor Robert Meyer das Werk nicht näher kannte, borgte ich ihm erst einmal die Verfilmung von Tim Burton mit Johnny Depp in der Hauptrolle – ein im wahrsten Sinne des Wortes „bestechend“ gut gemachter Spielfilm, in dem zwar die Hälfte der Musik fehlt, aber jeder Gurgel­schnitt, den der „Teufelsbarbier aus der Fleet Street“ ausführt, in genussvoll blutrünstiger Großaufnahme gezeigt wird.

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