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„Enthüllet den Gral, öffnet den Schrein!“, sang Jonas Kaufmann bei der „Parsifal“-Premiere im vergangenen April in die verschlossene Wiener Staatsoper – immerhin vor gierigen Streamerinnen und Streamern. Beim Wiener Publikum genoss das Werk zumindest in der alten Inszenierung den Status eines Gottesdienstes. Eine soignierte Dame wünschte meinen Rat: „Was empfehlen Sie mir? Soll ich am Ostersonntag in den Stephansdom oder in den ‚Parsifal‘ gehen?“
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