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Eine junge Frau träumt vom Glück. Schwärmerisch malt sie sich ihre Zukunft als Ehefrau, Geliebte, vielleicht Mutter aus. Sie ist, noch Schülerin in Wien, verliebt in eine Klassenkameradin. Muss, wie so viele jüdische Mitbürger*innen, das Land verlassen, gelangt nach Norwegen und versucht, in der neuen Heimat Wurzeln zu schlagen. Ruth Maier hat psychische Probleme, lernt Gunvor Hofmo kennen und lieben, die später eine bedeutende Vertreterin der modernen skandinavischen Lyrik werden sollte. In ihrem Nachlass werden sich in den 1990er Jahren jene Tagebücher und Briefe finden, auf deren Basis Komponist Gisle Kverndokk und Librettist Aksel-Otto Bull das Musical „Briefe von Ruth“ konzipiert haben. Es zeichnet den Lebensweg der aufstrebenden Künstlerin feinfühlig nach, ohne auch nur ein einziges Mal in eine der vielen Pathosfallen, die man befürchten könnte, zu tappen.
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