Vor dem Zimmer des Direktors ­befindet sich der Opernbrunnen. Roščić sieht hier auf den Opernring, aus dem anderen Fenster auf die Kärntner Straße.

Bogdan Roščić über die nächste Spielzeit an der Wiener Staatsoper

Atha Athanasiadis, 07.06.2021

Werke, die die Welt verändert haben, und erstmals Cecilia Bartoli im Haus am Ring. Das bekommen wir kommende Saison in der Oper serviert. Eine sehr persönliche Werkeinführung mit Bogdan Roščić.

Werbung

Es ist irgendwie verrückt: Da ist die Oper monatelang zu, und trotzdem hat sie mehr Zuseher:innen erreicht als je zuvor. Mehr als sechs Millionen Menschen haben via ORF und Streams die Premieren der ersten Spielzeit von ­Bogdan Roščić gesehen. Als einziges Haus weltweit hat die Staatsoper der kollektiven Kultur-Depression Paroli geboten und seit September durchgehend gespielt – im Theater selbst nur für die Augen der Kameras, aber draußen für die ganze Welt. Der Mann, der das als Kreativkraft angetrieben hat, sitzt gelassen in seinem Büro. Ein rotes Plastik-Kaffee­häferl in der rechten Hand. Es ist sein Lieblingsbecher. Woher er kommt, weiß man nicht, beim Auszug des Vorgängers wurde er achtlos in der Spüle zurück gelassen. Roščić mag re­cycelte Dinge. Sein Büro ist voller Sachen, die einmal ­woanders gelebt haben.

Weiterlesen

Werbung