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Eine der gewagtesten und interessantesten Inszenierungen des heurigen Festspieljahrs ist die Zusammenführung zweier Werke, die eigentlich wie Gegensätze erscheinen. „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók, gekoppelt mit Carl Orffs „De temporum fine comoedia“, in der Regie von Romeo Castellucci und unter der bekanntlich nicht unumstrittenen musikalischen Leitung von Teodor Currentzis. Bartóks Werk gilt als einer der musiktheatralischen Höhepunkte des frühen 20. Jahrhunderts und entwickelt sich gänzlich aus dem Dialog seiner beiden Protagonisten. Dem von Mika Kares gesungenen Blaubart und der von Ausrine Stundyte interpretierten Judith. Sie hat Familie und ihren Verlobten verlassen, um sich mit ihm zu vermählen. In seiner steinernen kalten fensterlosen Burg befinden sich sieben verschlossene Türen.
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