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Theaterfotografie bedeutet, dass eine Kunstform die andere festhält. Wobei sich das Theater – in seiner Flüchtigkeit und Unmittelbarkeit – ja gar nicht wirklich einfangen und festhalten lässt. Der 1941 in Bremen geborenen Fotografin Ruth Walz gelang es immer wieder, diesen Widerspruch zu überwinden. In eineinhalb Jahren mit dem Ensemble der Berliner Schaubühne begleitete sie Inszenierungen von Peter Stein, Klaus-Michael Grüber, Luc Bondy und Robert Wilson in den beeindruckenden Bühnenbildern von Karl Ernst Herrmann, Gilles Aillaud und Eduardo Arroyo und den Kostümen von Moidele Bickel und Susanne Raschig. 1976 erhielt sie das Angebot, sich dem Haus mit einer festen Anstellung anzuschließen. Darüber hinaus hielt sie viele weitere Meilensteine der jüngeren europäischen Theater- und der Operngeschichte als Fotografin fest. Ab 1991 war sie unter anderem Fotografin der Salzburger Festspiele.
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