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Eine Stimme in einer Sache (oder auch mehreren) zu haben, mitbestimmen und mitreden zu können, bedeutet nicht, dass man sich dabei auf eine Stimme beschränken muss. Das legt zumindest das Stück „Die vielen Stimmen meines Bruders“ nahe, in dem ein Bruder und eine Schwester, die Autorin ist, vor einer großen, im Grunde alles bestimmenden Aufgabe stehen: Der Bruder wird aufgrund einer seltenen Krankheit seine Stimme verlieren und in absehbarer Zeit deshalb auf eine künstliche Stimme angewiesen sein. Die Suche nach mehreren Stimmen – der Bruder hätte nämlich unter anderem gerne eine für Montage, eine verführerische und eine, die so klingt, als würde er sich mit allem auskennen – ist das inhaltliche Kernelement des Stücks. Gleichzeitig wird jedoch auch der Vorgang des Erzählens – bzw. die Frage danach, mit welcher Stimme man diese Geschichte erzählen kann und sollte – miterzählt.
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