Anna Stiepani wurde 1989 in Passau geboren und absolvierte ihr Studium in Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Sie arbeitete als Regieassistentin am Salzburger Landestheater sowie vor allem am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen. 2019 inszenierte sie die österreichische Erstaufführung von Beben von Maria Milisavljevic im Vestibül des Wiener Burgtheaters, dann u.a. am Schauspielhaus Bochum und am Staatstheater Nürnberg.

Auf dem Tanzparkett der Männer nicht mehr mittanzen: Anna Stiepani über „Liebelei“

Sarah Wetzlmayr, 11.07.2024

Anna Stiepani inszeniert Arthur Schnitzlers „Liebelei“, die diesjährige Neuinszenierung der Salzkammergut Festwochen Gmunden in Koproduktion mit dem Landestheater Linz. Wir haben mit ihr über die Aktualität seiner Texte und Schnitzlers Frauenfiguren gesprochen. Außerdem hat uns die Regisseurin erklärt, was das alles mit Walzer tanzen zu tun hat.

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Anna Stiepani ist in Plauderlaune. Der erste große Probenblock für ihre Inszenierung von Arthur Schnitzlers „Liebelei“ ist vorbei, die zweite finale Probenphase geht einen Tag nach unserem Interview los. Vom Landestheater Linz ist das Ensemble nun ans Stadttheater Gmunden übersiedelt. „Ein guter Tag für ein Gespräch“, sagt die in Passau geborene Regisseurin und lacht. Zwei Sommerflirts, aus denen sich durchaus so etwas wie Liebe entwickelt hat, gehen ihrer erneuten Auseinandersetzung mit dem berühmten Autor und Dramatiker bereits voraus: Vor zwei Jahren hat Stiepani die szenische Lesung des Dreiakters „Freiwild“ eingerichtet, wie auch jene von Thomas Arzts Schnitzler-Überschreibung „Else – ohne Fräulein“.

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