Hedwig Ritter spielte Trompete, ehe ihre Stimme entdeckt wurde. Sie studierte Gesang an der MUK, war im Opernstudio des Landestheaters Linz, trat u. a. in Würzburg und Bielefeld auf und gehört seit 2022 dem Ensemble der Volksoper an. In der aktuellen Spielzeit ist/war sie in sieben Produktionen zu sehen – darunter als Rosalinde in „Die Fledermaus“, Micaëla in „Carmen“, Gretel in „Hänsel und Gretel“ und Eurydike in  „Orpheus in der Unterwelt“.

Auch eine laute Stimme kann leise Töne

Klaus Peter Vollmann, 03.01.2025

Talentiert, ambitioniert, qualifiziert. Hedwig Ritter zählt zu den jungen Stars der Volksoper. Auf der Bühne ein dynamischer Energiebooster, abseits davon eine sensible Analytikerin. Allein in dieser Spielzeit zu erleben in sieben Produktionen.

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Martialischer Leumund. Ihr Vorname entstammt dem Althochdeutschen und bedeutet Kampf, Krieg, Schlacht. Ihr Nachname bezeichnet einen berittenen Krieger des europäischen Mittelalters. Der naheliegenden Vermutung, dass ihre Eltern ein Faible für Militarismus haben könnten, setzt Hedwig Ritter amüsiert noch eins drauf: „Mein zweiter Vorname ist Wilma, eine Abkürzung von Wilhelmine, Wille und Helm kombiniert. Mir ist es aber lieber, wenn man mich Hedi nennt.“ Das verwundert wenig. Wiewohl Identifikationspotenzial in ihrem vollen Namen steckt, denn das Kämpferische kann sie nicht verleugnen. „Über mich hat einmal jemand gesagt: ‚Sie weiß, was sie will und wie sie es bekommt.‘ Das stimmt. Wenn mir etwas wichtig ist, verfüge ich über unendliche Ressourcen, um mein Ziel zu erreichen.“

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