Franz Léhars „Eva" wird oft als erste Sozialoperette überhaupt bezeichnet.

Aschenbrödel einmal anders: Die Bühne Baden zeigt Franz Léhars „Eva"

Theresa Steininger, 30.07.2021

In der Sommerarena Baden ist ab 30. Juli „Eva" von Franz Léhar zu sehen. Intendant Michael Lakner hat der BÜHNE erzählt, was er an dieser Operette besonders reizvoll findet.

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Eine Fabriksrevolte und ein Arbeitermädel in einer Operette von Franz Léhar – das hätte man durchaus nicht vorrangig vermutet. „Eva“ des großen Meisters der leichten Muse nach einem Libretto von Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky ist eine Art „Sozialoperette“, wie Intendant Michael Lakner im Interview ausführt. Außerdem die erste ihrer Art überhaupt und im Umfeld von Georg Büchner und Gerhart Hauptmann zu sehen. „Es war Léhar, der die gesellschaftspolitische Komponente in die Operette eingeführt hat“, so Lakner. Hinter „Eva“ steckt eine Art „Aschenbrödel“-Geschichte. Ein Waisenkind, das von einem Fabrikswerkführer aufgezogen und somit quasi von der ganzen Belegschaft einer Glasmanufaktur aufgezogen wird, verliebt sich in den neuen Leiter des Unternehmens – und er sich in Eva.

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