Hacker, Pätzold und Ensemble spielten auf dem beeindruckend-steilen Bühnenbild von Annette Murschetz.

Antike bis Karaoke: Das Burgtheater eröffnet mit Premierenreigen

Julia Schilly, 14.09.2020

Die Saison startet vielversprechend. Das Burgtheater konnte nach einer längeren, coronabedingten Pause mit "Das Leben ein Traum", "antigone. ein requiem" und "Stolz und Vorurteil" überzeugen.

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Den Auftakt machte am Freitag eine Inszenierung des Burgtheaterchefs. Martin Kušej nahm sich des Klassikers „Das Leben ein Traum“ von Pedro Calderón de la Barcas aus dem Jahr 1635 an. König Basilius (herausragend Norman Hacker) unternimmt ein grausames Experiment mit seinem Sohn Sigismund. Nach der Geburt, bei der die Mutter starb, wird Sigismund in einen Turm gesperrt und von der Umwelt isoliert. Der König hat in den Sternen gelesen, dass sein Sohn kein guter Herrscher werden würde. Schließlich ändert er seine Meinung und lässt seinen Sohn in kostbares, goldenes Gewand einkleiden und an den Hof bringen. Für Sigismund verschwimmen die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit.

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