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Da schnellen selbst die sonst auf Begeisterungsdurchschnittstemperatur gesetzten Berliner wild applaudierend aus ihren unbequemen Stühlen hoch. Nach fast zwei Stunden im Alleingang, in denen Stefanie Reinsperger den emotionalen Wellengang eines monomanischen Poltermimen, der mit seiner Provinztruppe durch das weite Land der Wirtshaussäle zieht, in allen Facetten ihres Könnens vorgeführt hat, ist man nichts anderes als geplättet. Thomas Bernhards „Der Theatermacher“ in Oliver Reeses etwas biederer Inszenierung (was in dem Fall völlig egal ist) ist ein verlässlicher Publikumshit am Berliner Ensemble und quasi das Abschiedsgeschenk des langjährigen Ensemblemitglieds „Reinspergerin“ an ihre Fans.
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