Der diesjährige „Jedermann“ ist bereits Michael Sturmingers dritte Neuinszenierung des Stoffes.

Aller guten Jedermänner sind drei

Sarah Wetzlmayr, 18.06.2023

Der Salzburger „Jedermann“ als Denkmal der Schauspielkunst? Nicht wenn es nach Michael Sturminger geht. In seiner Neuinszenierung mit Michael Maertens und Valerie Pachner bleibt zum dritten Mal kein Stein auf dem anderen.

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„Sure, why not“, lautete die Antwort von John Malkovich, als ihn der österreichische Dirigent und Organist Martin Haselböck bei einem Abendessen in Los Angeles nach einem gemeinsamen Projekt fragte. Haselböck brachte wiederum Michael Sturminger ins Spiel, der ein Stück verfasste, das sich der amerikanische Ausnahmeschauspieler überstülpte wie einen maßgeschneiderten Pullover. „The Infernal Comedy“ entstand, der Rest ist Geschichte – und zwar eine, auf die Michael Sturminger zu Recht sehr stolz ist und die, so der Autor, Theatermacher und Opernregisseur, auch noch nicht zu Ende erzählt ist. Für den gebürtigen Wiener geht es zunächst jedoch nach Salzburg, wo er seine dritte Neuinszenierung des „Jedermann“ auf den Domplatz zaubert.

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