Fabian Alder wehrt sich in Zusammenhang mit seinem Stück gegen den Begriff der Aktualisierung oder Modernisierung. „Das klingt immer so, als ob man sagen würde: Der Bote hat jetzt ein Smartphone", sagt er lachend.

Aber hier leben, nein danke: „Menschenfeind“ im TAG

Sarah Wetzlmayr, 26.04.2023

Fabian Alders „Menschenfeind“ hat keine Lust am sogenannten Lauf der Dinge teilzunehmen. Mit Händen und Füßen – aber vor allem mit seinen Worten – wehrt er sich dagegen. Im TAG kommt die Molière-Überschreibung des Schweizer Regisseurs zur Uraufführung.

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„Er ist mir sehr nahe“, sagt Fabian Alder und meint damit die Hauptfigur aus seinem Stück „Menschenfeind“, das sich an das – bis auf den fehlenden bestimmten Artikel – gleichnamige Stück des 1673 verstorbenen französischen Autors Molière anlehnt. „Wir begegnen in diesem Stück einem Menschen, der sich politisch nicht mehr vertreten fühlt, weil ihn seine Kritik an gesellschaftlichen und politischen Strukturen mit den falschen Leuten in Verbindung bringt. Auch ich habe das Gefühl, dass es innerhalb der Linken, der ich mich zugehörig fühle, keine Partei mehr gibt, die meine Ansichten vertritt. Dadurch befinde ich mich immer wieder mit Menschen in einem Boot, die politisch eigentlich sehr weit von mir entfernt sind.“

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