Hier spielt das Leben.

Theater hört nie auf!

Opern-Dive Asmik Grigorian über „Madama Butterfly“, Mutterglück & den Sieg über Corona

Editorial

Theater hört nie auf!

Eine der wichtigsten Theaterregeln ist: Unmögliches muss möglich gemacht werden – egal wer oder was dagegenspricht. Kreativität gilt nicht nur im Schreiben und Spielen, sondern auch im Schaffen von Räumen, die es vorher nicht gab.

Um die aktuelle BÜHNE-Ausgabe umzusetzen, spielten wir bei der Produktion mit Burgtheaterstar Markus Meyer Straßentheater. Wegen Corona durften wir nicht in die Räumlichkeiten der MUK, deshalb bauten wir kurzerhand eine Fotowand am Gehsteig der Johannesgasse im 1. Bezirk in Wien auf. Den Passanten gefiel’s, und Markus Meyer bekam Szenenapplaus.

Für das Shooting mit Martina Ebm in der Josefstadt übernahm Claus Peymann, der gerade probte, spontan den Job des Art-Direktors und ließ einen Sesselturm in den Sträußelsälen arrangieren.

Die Botschaft? Theater hört nie auf. Viele Menschen arbeiten hart dafür, dass es immer und immer weitergeht, damit auf den Bühnen des Landes weiterhin das Leben spielt. Was Sie jetzt tun könnten? Gehen Sie hin, wenn es geht, und wenn nicht, dann – versprochen! – wird es wieder.

Diese Ausgabe möge Ihnen den Beweis liefern, dass es sich auszahlt.

Atha Athanasiadis
redaktion@buehne-magazin.com

martina ebm
Aus dem

Inhalt

Ausgabe 2 / Oktober 2020

„An die Ohrfeige von Minetti erinnere ich mich gut. Er war weit über achtzig, und ich wollte ihm den Text streichen.“
Hans Neuenfels // Staatsoper

„Ich möchte die Stärke dieser Gesellschaft, die zusammenhält, sich hilft, zeigen. Die Hauptaufgabe von Theater und Oper ist es, Empathie zu erzeugen.“
Matthew Wild // Theater an der Wien

„Alles, was die Natur verkörpert, wird bei uns durch Puppen dargestellt. Zwar sind sie stumm, aber sie haben die wichtigste Stimme im Stück, wenn es um die Zerbrechlichkeit des Planeten geht.“
Henry Mason // Volksoper

„Der Beruf des Schauspielers ist eine Form der Selbstverleugnung und des Weglaufens vor sich selbst.“
Michael Maertens // Akademietheater

„Wenn einer von uns einen Lachkrampf kriegt, kriegt der andere auch einen. Aber man kann es im Endeffekt gut der Rolle zuschieben.“
Andrea Luca Cotti // Ronacher

„Ich habe als Künstler die Verpflichtung, auch Dinge anzusprechen, die man nicht so gerne hören möchte. Da stört es mich auch nicht, dass ich in acht Vorstellungen kein einziges Mal Applaus bekommen habe.“
Marius Zernatto // Theater der Jugend

„Man hat diese Übergriffe zwar als solche verstanden, aber sie leider auch akzeptiert, vor allem, wenn es charismatische Regisseure waren, da war man verführt, alles gut zu finden.“
Doris Weiner // Volkstheater

Burgtheater

Tapsen im Teamwork

Wenn es in den Pfoten juckt und das große Schnurren einsetzt: endlich wieder auf der Bühne stehen, auf dem Misthaufen , der für „Cats“-Darsteller die Welt bedeutet!

Theater der Jugend

Sehnsucht nach dem Neubeginn

Maria Happel und Michael Maertens offenbaren im Stück „Automatenbüfett“ ihre Wiedervereinigung und wandeln.

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Hier spielt das Leben. Das Motto ist Programm. Zehn Mal jährlich neu, bringt das Magazin die großen Themen der Theaterwelt in aller Leichtigkeit auf den Punkt. Außergewöhnliche Reportagen und Porträts, witzige Kolumnen und anspruchsvolle Essays befeuern die Lust auf die Bretter, die immer noch die Welt bedeuten.

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