Peter Schlemihls wundersame Geschichte

TdJ/Renaissancetheater

Peter Schlemihls wundersame Geschichte

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Irgendwann klopft bei allen das Glück an die Pforte, selbst dann, wenn man Peter Schlemihl heißt und das Leben es nicht immer gut mit einem gemeint hat! Ausgestattet mit nichts als einem x-beliebigen Empfehlungsschreiben in der Tasche, soll er das Glück dieser Erde finden! Unversehens in eine festliche Gesellschaft geraten, scheint das Blatt sich plötzlich zu wenden, als ein Fremder ihn ins Gespräch verwickelt. Zugegeben: Merkwürdig ist er schon, der hagere Herr im grauen Gehrock, aus dem er – ehe man es sich versieht – ein viel zu großes Fernrohr zaubert, ja sogar drei Pferde und ein ganzes Zelt dazu! Als er unserem Helden einen Tauschhandel anbietet, da muss er einfach zuschlagen: Den eigenen Schatten für einen nie versiegenden Geldsack herzugeben, das klingt doch wirklich zu schön, um wahr zu sein!

Stellt sich nur die Frage: Ist man dann wirklich noch der, der man einmal war? Denn mit einem Schlag ist alles anders: Die Leute erkennen rasch, dass mit dem unbekannten Jungen, dessen Reichtum sich schon herumgesprochen hat, irgendetwas nicht stimmt. Und so sehr er sich auch bemüht, erntet er doch nur Ablehnung und Entsetzen. Für Peter gibt es also nur eine Mission: In einer rasanten Reise rund um den Erdball muss dieser Fremde im grauen Gehrock gefunden werden, um den Handel schleunigst rückgängig zu machen! Doch selbst als er der finsteren Gestalt erneut gegenübersteht, entkommt er einer Frage nicht: Was ist eigentlich das »Ich«, und wie sehr braucht man sein Gegenüber dazu, sich »selbst« zu erkennen? Und überhaupt: Muss man vor der Erkenntnis, anders zu sein als die anderen, wirklich immer Angst haben?

Mit der packenden Erzählung seines Peter Schlemihls brachte Adelbert von Chamisso eine Figur in die Weltliteratur, die Wissenschaftler*innen wie Kunstschaffende gleichermaßen bis heute fasziniert. Gelungen ist ihm eine zeitlose Geschichte, gespickt mit unerwarteten Wendungen, über Fragen, die jeden Menschen früher oder später einmal bewegen.

Aufführungsrechte: Theater der Jugend, Wien

Künstlerisches Team

Autor
nach Adelbert von Chamisso von Gerald Maria Bauer und Sebastian von Lagiewski