Wiener Staatsoper

Jenufa

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Für Regisseur David Pountney ist Jenůfa, trotz aller Düsternis, eine Erlösungsoper, in der die Protagonistin zur menschlichen Heroine reift. Denn selbst nach zahlreichen Schicksalsschlägen, die sie in einer engstirnigen Gesellschaft treffen, findet sie die Kraft, all jenen zu verzeihen, die Schuld an ihrem Unglück haben. Mit Asmik Grigorian in der Titelpartie steht eine Ausnahmeerscheinung auf der Bühne: Eine Künstlerin, die die ihr anvertrauten Partien mit höchster Intensität durchdringt und Charaktere von atemlos machender Bannkraft schafft.
INHALT
In der Mühle der alten Buryja leben ihr Enkel Števa und dessen Cousine Jenůfa, die von Števa ein Kind erwartet, was sie aber bisher verheimlichen konnte. Auch Števas Stiefbruder, der Knecht Laca, liebt Jenůfa, wird von ihr aber zurückgewiesen. In einer Aufwallung eifersüchtiger Wut zerschneidet er ihr Gesicht. Jenůfas Schönheit, mit der sie Števa für sich einnehmen konnte, ist dahin. Einige Monate später hat Jenůfa heimlich im Haus ihrer Stiefmutter, der Küsterin, das Kind zur Welt gebracht. Vergeblich fleht die Küsterin Števa an, sich zu seinem Sohn zu bekennen. Als einzige Hoffnung bleibt ihr nur noch Laca, der längst sein Vergehen bereut hat und Jenůfa auch nehmen würde, aber zurückschreckt, als er erfährt, dass sie von Števa ein Kind hat. Dieses sei gestorben, sagt ihm die Küsterin und schickt ihn fort, alles für die Hochzeit vorzubereiten. Während Jenůfa schläft, nimmt die Küsterin den Säugling an sich und ertränkt ihn im eisigen Bach. Ihrer Stieftochter redet sie ein, ihr Kind sei gestorben, als sie, Jenůfa, im Fieber krank darnieder lag. Am Tag der Hochzeit Jenůfas mit Laca, zu der auch Števa und seine Verlobte Karolka geladen sind, wird die Kindesleiche entdeckt. Die Küsterin, von Gewissensqualen gepeinigt, gesteht ihr Verbrechen. Jenůfa vergibt der Küsterin, gibt Laca frei, doch er bekennt sich zu ihr und seiner Liebe.

Künstlerisches Team

Tomáš Hanus