I AM (VR)

Wien-Premiere

VT//Weißer Salon

I AM (VR)

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Mit dem Projekt I AM (VR) erforschen Susanne Kennedy und Markus Selg in Kollaboration mit dem Videokünstler Rodrik Biersteker neue Dimensionen des immersiven Theaters. Sie ermöglichen dem Publikum die Kommunikation mit einer Künstlichen Intelligenz (englisch: Artificial Intelligence), die als Orakel in Erscheinung tritt. Sie gibt in Echtzeit generierte Antworten auf menschliche Fragen. Wie bereits im antiken Griechenland verrät, was wir vom Orakel wissen wollen, womöglich mehr über uns selbst als jede Antwort, die es uns gibt.

In Zeiten der Pandemie und des Klimawandels stehen Vorhersagen mehr denn je hoch im Kurs. Kann eine Künstliche Intelligenz, die gezielt an theologischen und philosophischen, an psychoanalytischen und spirituellen Reflexionen der Literaturgeschichte geschult wird, zu einem übermenschlichen Ratgeber werden?
Durch die Verwendung von VR-Headsets werden die Zuschauer*innen zu Teilnehmer*innen. Sie bewegen sich durch eine Welt, in der archaische Zeichen und futuristisches Design sich wechselseitig durchdringen. Die digitalen Innenräume und Akteur*innen entstammen Susanne Kennedys Theaterinszenierung ORACLE, die an den Münchner Kammerspielen entstanden ist.
In einer durch und durch virtuellen Welt begegnen wir nunmehr den digitalen Avataren der Performer*innen. Sie führen uns durch mehrere Stadien einer spirituellen Entwicklung – bis jede*r Einzelne bereit ist, vor das Orakel zu treten und eine Frage zu formulieren. Individuelle Entscheidungen der Teilnehmer*innen beeinflussen die Chronologie des Geschehens.
Das Orakel erscheint als allwissendes Auge. Es ist eine mit den Informationsströmen des Internets verknüpfte Künstliche Intelligenz, die mit einer Vielzahl unterschiedlicher Texte gefüttert wurde. Sie stammen von Orakeln der älteren und jüngeren Geschichte – von Buddha und Jesus Christus über Jiddu Krishnamurti bis hin zu Techno-Propheten wie Elon Musk oder Ray Kurzweil. Das ist der Humus, auf der die Antworten der lernenden Maschine keimen können.

Eine Produktion von Ultraworld Productions in Zusammenarbeit mit Something Great, koproduziert von Berliner Festspiele, Hybrid Box / Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Kampnagel International Summer Festival, Münchner Kammerspiele,Noorderzon Festival of Performing Arts & Society, Schauspielhaus Bochum / Oval Office, Theater Commons Tokyo und Volkstheater Wien.

Künstlerisches Team

Regie, Text, Game Design
Susanne Kennedy
Game Design, Visual Design
Markus Selg
Mitarbeit, Programming, Visual Design
Rodrik Biersteker
Sounddesign & Komposition
Richard Janssen
Dramaturgische Unterstützung
Tobias Staab
Oracle interaction
Till Roßberg