Glückliche Tage/Herzliches Beileid

Theater in der Josefstadt

Glückliche Tage/Herzliches Beileid

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Samuel Beckett
Glückliche Tage
Deutsch von Erika und Elmar Tophoven

Was für eine Freude jedenfalls, zu wissen, dass du da bist, wie gewöhnlich, und vielleicht wach bist, und vielleicht dies alles in dich aufnimmst, etwas von alledem, was für ein glücklicher Tag für mich … es gewesen sein wird.
Winnie

Mit Anika Pages und Bernhard Schir

Winnie steckt bis zur Taille in einem Erdhügel, beschienen von gleißender Sonne. Die Zeit vertreibt sie sich mit Dingen, die buchstäblich in ihrer Reichweite, ergo in ihrer Handtasche, liegen: Körperhygiene, Kosmetik, Psychopharmaka. Sie scheint mit ihrer Situation nicht unzufrieden und zehrt vor allem von ihren Erinnerungen. Diese teilt sie gerne mit ihrem Partner Willie, der hinter dem Hügel haust. Von ihm gelegentlich eine Reaktion auf ihre Monologe zu erhalten bedeutet ihr alles. Selbst als sie bereits bis zum Hals im Hügel versunken ist und Willie nicht mehr sehen kann, sinnt sie in einem schier unverwüstlichen Positivismus über die „großen Gnaden“ nach, die ihr in ihrem Leben zuteil geworden sind.

Nobelpreisträger Becketts Bestandsaufnahme der Mechanismen einer Beziehung, in der er die verschüttete Gefühlswelt seiner Figuren auf die Bühnensituation überträgt, gilt 60 Jahre nach der Uraufführung als Klassiker des absurden Theaters.

Georges Feydeau
Herzliches Beileid
Deutsch von Georg Holzer

Ein Buchhalter, der als Buchhalter sein Geld verdient, aber trotzdem behauptet, er sei ein Maler, obwohl er als Maler noch nie ein Bild verkauft hat, der spinnt.
Yvonne

Mit Johanna Mahaffy, Anika Pages, Tobias Reinthaller, Bernhard Schir

Lucien, Buchhalter und Hobbymaler, kommt nach einer durchzechten Nacht nach Hause, während seine Frau Yvonne das traute Heim kaum noch zu verlassen scheint. Mit seinem Gepolter weckt er sie unerwünschter Weise auf – wie so oft. Der nächste Eklat von einem Ehestreit steht ins Haus und aberwitzige Vorwürfe entspinnen sich. Doch diese werden nebensächlich, als mitten im schönsten nächtlichen Streit ein Diener mit der Nachricht erscheint, Yvonnes Mutter sei verstorben. Die folgenden Turbulenzen stellen jede eheliche Auseinandersetzung in den Schatten.

Georges Feydeau, der ungekrönte König der französischen Salonkomödie, beweist einmal mehr seinen messerscharfen Blick für die potentiellen Gefahren der bürgerlichen Ehen seiner Protagostinnen und Protagonisten.

Dieter Dorn verbindet die Stücke von Beckett und Feydeau zu einem Theaterabend, der Traum und Albtraum, Sinn und Unsinn einer Beziehung raffiniert gegenüberstellt.

Regie: Dieter Dorn
Bühnenbild: Julia Schultheis
Kostüme: Monika Staykova
Dramaturgie: Matthias Asboth

SchauspielerInnen

Bernhard Schir
Tobias Reinthaller
Anika Pages
Johanna Mahaffy

Künstlerisches Team

Regie
Dieter Dorn
Bühnenbild
Julia Schultheis
Kostüme
Monika Staykova
Dramaturgie
Matthias Asboth
Licht
Manfred Grohs