Frau Zucker will die Weltherrschaft

Renaissancetheater

Frau Zucker will die Weltherrschaft

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Erst vor drei Tagen mit ihren Eltern in die neue Wohnung gezogen, sieht die kleine Margarethe, genannt Meggi, sich und ihre neuen Freund*innen Tinchen und Johannes schon vor existenzielle Probleme gestellt. Dabei ist der kindliche Alltag doch schon schwierig genug! Immer muss man sich mit Erwachsenen herumärgern, die entweder zu wenig Zeit für einen haben, ständig nur schimpfen, oder, wie Tinchens Mutter, gleich ganz in der Depression versinken. Nun kommt auch noch ein mörderisches Komplott hinzu, dem sich Meggi mit ihrer gesamten Kraft entgegenstellt.

Dass diese schier unerschöpflich ist, hat leider auch Frau Dr. Giftig erkannt. Gemeinsam mit der vermeintlich kinderlieben Nachbarin Frau Zucker und Herrn Braasch, einem Vertreter für Süßwaren, verfolgt sie einen teuflischen Plan. Mit einer heimtückischen Maschine entziehen sie den Kindern der Nachbarschaft die gesamte kindliche Energie, bis aus den quirlig-munteren Buben und Mädchen langweilig-phantasielose, resignierte Erwachsene geworden sind. Der so gewonnene Strom, immerhin das Äquivalent von vierhundert Millionen Tonnen Rohöl, wird anschließend in das öffentliche Stromnetz eingespeist, bis die Leitungen nur so glühen. Getarnt als ökologisch-ökonomische Staatsraison kennt das gemeingefährliche Trio dabei doch eigentlich nur eine Motivation: den Hass auf Kinder.

Zu dumm nur, wenn einem niemand glaubt, weil man es mit der Wahrheit bisher nicht allzu genau genommen hat. Zum Glück ist Meggi jedoch nicht gänzlich auf sich allein gestellt. Ausgerechnet der unliebsame Babysitter Pauli, mit dem sie sonst nichts als Ärger hat, erweist sich als unerwarteter Verbündeter in der Not. Sein Hang, auch die absurdesten Verschwörungstheorien für bare Münze zu nehmen, erweist sich ausnahmsweise als Segen: denn diese Verschwörung ist zur Abwechslung mal kein Hirngespinst.

Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin

Künstlerisches Team

Peter Lund und Wolfgang Böhmer