MuseumsQuartier | Halle E

Belshazzar

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Was ist rechtmäßige Herrschaft? Wie weit darf ein politisches Oberhaupt eigene Interessen in den Mittelpunkt des Staatsgeschäftes stellen? Können Gläubige unterschiedlicher Religionen jemals zu einem friedvollen Miteinander finden? Händels OratoriumBelshazzar von 1745 stellt nach wie vor weltbewegende Fragen. Mitte des 18. Jahrhunderts durften in England keine biblischen Stoffe szenisch dargestellt werden. Doch spätestens wenn während eines rauschenden Festes der mysteriöse Schriftzug „Mene, mene, tekel“ an der Palastwand erscheint, den einzig der Prophet Daniel zu deuten weiß, verbinden sich in Händels Oratorium Theologie und packende Dramatik zu einer musiktheatralischen Einheit. Die französische Regisseurin Marie-Eve Signeyrole inszeniert den Fall Babylons unter seinem berüchtigten Herrscher Belshazzar. Hierfür stellt der Arnold Schoenberg Chor gleich drei verfeindete Völker aus dem Nahen Osten dar, musikalisch getragen von Christina Pluhar und ihrem Ensemble L’Arpeggiata. In englischer Sprache mit Übertiteln Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn