Inhalt

Die Novizin Maria, die es mit den Regeln im Kloster nicht ganz so genau nimmt, wird von der Mutter Oberin in das Haus des verwitweten Georg von Trapp geschickt. Sie soll dort auf seine sieben Kinder aufpassen. Schnell gewinnt sie deren Herz – durch ihre unkonventionelle Art und ihre Liebe zur Musik, die sie auch in ihren Schützlingen zu wecken weiß. Der Vater, ein ehemaliger Kapitän der k. u. k. Kriegsmarine, ist anfangs nicht von allen Erziehungsmethoden begeistert. Er verliebt sich aber schließlich in Maria. Die Novizin ist verwirrt und flüchtet ins Kloster. Doch die Mutter Oberin gibt ihr zu verstehen, dass Klostermauern nicht dazu gemacht wurden, Problemen aus dem Weg zu gehen – und dass Liebe von Gott gewollt ist.

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Inzwischen kommt es zwischen Trapp und seiner Verlobten Elsa zu Unstimmigkeiten wegen der Stellung beider zu Adolf Hitler. Trapp steht einem Anschluss Österreichs sehr ablehnend gegenüber. In der Folge reist Elsa ab. Trapp und Maria, die zurückgekehrt ist, finden zueinander. Sie heiraten. Doch für trautes Familienleben bleibt wenig Zeit. Denn die deutschen Truppen stehen vor der Tür. Als Trapp den Einberufungsbefehl verweigert, soll er abgeführt werden. Schlussendlich flüchtet die Familie in die USA.

Werkgeschichte

Das Musical basiert auf der wahren Geschichte der Maria Augusta von Kutschera, später Freifrau von Trapp, deren Familie nach der Emigration in die USA mit musikalischen Auftritten berühmt wurde. 1956 kam zuerst ein deutscher Spielfilm mit Ruth Leuwerik und Hans Holt heraus. Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II griffen den Stoff auf und schufen das Musical, das wiederum 1965 mit Julie Andrews und Christopher Plummer verfilmt wurde – was es weltberühmt machte.

Aufführungsgeschichte

„The Sound of Music“ erblickte 1959 das Licht der Broadway-Welt. 1960 verlieh man dem Musical zahlreiche Tony Awards. Der Film von Regisseur Robert Wise mit Julie Andrews zählt zu den erfolgreichsten Hollywood-Musikfilmen aller Zeiten und gilt als einer der meistgesehenen Filme überhaupt.

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In Österreich wurde vor allem anfangs kritisiert, dass der Film ein verkitschtes Bild des Landes vermittle. Dieser war im deutschsprachigen Raum nach einem Flop vorübergehend aus dem Verleih gezogen worden. Somit war auch die Haltung der Bühnen zu dem Musical vorerst distanziert. Aber in den 90er Jahren und erst recht nach der Jahrtausendwende wurde es auch hier auf die Spielpläne der großen Häuser genommen, beispielsweise der Volksoper Wien und des Salzburger Landestheaters.

Prominente Namen

Die Trapp-Familie, die reales Vorbild für die Handlung des Musicals war, wurde im amerikanischen Exil als Chor berühmt. Als „Trapp Family Singers“ hatten sie rund 2.000 Auftritte – sie reisten dazu von den USA über Europa bis nach Australien. Die Nachkommen von Georg von Trapp, der 1947 in Boston starb, organisierten auch Transporte mit Tonnen von Hilfsgütern, die sie in der Nachkriegszeit nach Österreich schickten. Maria erhielt gar einen päpstlichen Orden für ihre Hilfstätigkeit. Das letzte noch lebende Kind von Maria und Georg von Trapp starb 2014.

Kurioserweise sind Musical und Film in den USA und im asiatischen Raum viel bekannter als hierzulande. Touristen aus diesen Gebieten nehmen bei einem Salzburg-Besuch oft an eigenen Sound-of-Music-Bustouren teil. Diese führen an Filmlocations wie das Schloss Leopoldskron, das im Film als Haus der von Trapps diente, und die Wallfahrtskirche von Mondsee, wo die Hochzeit von Maria und Georg gedreht wurde.