Christian Struppeck: „Im Musical geht es immer um Liebe“

Was tun, wenn Schaffensdrang und Leidenschaft ausgebremst werden? Aufstehen, Krone richten – und die nächste Großproduktion planen! Keiner weiß das so gut wie Christian Struppeck, Musical-Intendant der Vereinigten Bühnen Wien.

von nk, 17. Februar 2021

Christian Struppeck: „Im Musical geht es immer um Liebe“
Der Herr der Katzen: Intendant Christian Struppeck und die Samtpfoten ­seines „Cats“-Ensembles im Wiener Ronacher. Foto: VBW/Stefanie J Steindl

BÜHNE: Es war ein schwieriges Jahr für Theaterschaffende weltweit. Wie sehen Sie die Situation Ihrer Branche nach Corona? (International betrachtet, Österreich hat da ja ein bisschen andere Voraussetzungen.) Was feiert ein Comeback? Oder gibt es etwas, das endgültig vorbei ist und in dieser Form nicht mehr wiederkommen wird?

Christian Struppeck: Corona hat in der Tat immense Auswirkungen auf die gesamte Kulturbranche, also wurde natürlich auch die Musicalwelt hart getroffen. Seit Ausbruch der Pandemie finden weltweit kaum mehr Aufführungen statt, zumindest selten live und mit Publikum. Am Broadway und im West End sind seit März fast durchgängig alle Theater geschlossen, auch in Deutschland sind seit bald einem ganzen Jahr keine großen Musicals mehr zu sehen.

Dies ist natürlich nicht zuletzt ein katastrophaler Zustand für all jene, die direkt an den Produktionen arbeiten und von einem geregelten Spielbetrieb abhängig sind. Aber nicht nur aktuelle Spielserien sind durch Covid-19 betroffen, auch die Entwicklung neuer Stoffe und Stücke steht so gut wie still, da z.B. Workshops unter diesen Gegebenheiten nicht stattfinden und überhaupt keine Uraufführungen mehr herauskommen können.

Zudem ist die Vorausplanung schwierig, da Vorbereitungen für Long-Run-Produktionen oft schon Jahre vor der Premiere beginnen. Die kreative Arbeit mit internationalen Teams und Künstlerinnen und Künstlern oder Auditions im Ausland sind in der momentanen Lage nur sehr schwer bis gar nicht möglich. Dies alles wird vermutlich großen Einfluss auf die Spielpläne der Welt in den nächsten Saisonen haben.

„Die Kurzfristigkeit der Beschlüsse und die sich ständig ändernden Vorgaben der Regierung stellen den Theatern viele Hindernisse in den Weg, die es gefühlt fast täglich erneut zu lösen gilt.“

Christian Struppeck

Wir hatten hier immerhin noch das Glück, dass CATS bereits fertig einstudiert war und schon so viele Vorstellungen gespielt hatte, als die Pandemie begann. So konnten wir zumindest für ein reduziertes Publikum relativ rasch wieder aufmachen. Aber wenigstens durften wir überhaupt aufsperren – in den meisten anderen Ländern war das bis jetzt gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Trotzdem muss man sagen, dass die Kurzfristigkeit der Beschlüsse und die sich ständig ändernden Vorgaben der Regierung den Theatern viele Hindernisse in den Weg stellen, die es gefühlt fast täglich erneut zu lösen gilt.

Und dann ist da natürlich noch der Aspekt, dass an Entstehung und Umsetzung von Musicalgroßproduktionen viele Menschen beteiligt sind, die durch diese Pandemie ebenfalls mit großen Herausforderungen konfrontiert werden. DarstellerInnen, aber auch andere im direkten Zusammenhang stehende Berufsgruppen, die Teil des Entstehungsprozesses einer Show sind, wie z.B. AutorInnen, KomponistInnen, TechnikerInnen, MaskenbildnerInnen, MusikerInnen, Verlage stehen teilweise vor dem Nichts, sind ohne Job und Perspektive, wissen nicht, wann und wie es weitergehen soll. Das langsame Wiederhochfahren der Branche wird ein Kraftakt. Es ist wohl zu befürchten, dass es nachhaltig schwere wirtschaftliche Folgen und auch kreative Auswirkungen für die gesamte Szene geben wird.

Schon vor Corona wurde oft gespart: Im Londoner Westend kommen Produktionen mit kleineren Bands aus statt mit großem Orchester. Gleichzeitig sind Ticket-Preise hoch wie nie zuvor. Wie beurteilen Sie das?

Christian Struppeck: Das ist in der Tat ein trauriger Trend. Aber Produktionen am Broadway und im West End heraus zu bringen ist in den letzten zwei Jahrzehnten so unfassbar teuer geworden, dass man dort in allen Bereichen nach Spar-Potential schaut. Teilweise sind ja auch die Besetzungen auf der Bühne kleiner geworden. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass im Musical die SängerInnen genauso wichtig sind, wie die sie begleitenden MusikerInnen – es ist eben Musiktheater.

Gottseidank sind wir in der Lage, unsere Stücke hier in Wien in größtmöglicher Orchester-Besetzung zu spielen. Das ist ein wunderbares Privileg, das wir zu schätzen wissen. Unser Orchester ist in der Musicalbranche weltweit einzigartig, wir sind sehr stolz darauf. Unsere Musikerinnen und Musiker verfügen über eine große musikalische Bandbreite vor, einen Klangkörper wie das VBW-Musical-Orchester gibt es so woanders auf der Welt nicht. Nicht zuletzt deshalb genießen wir international einen sehr guten Ruf in der Branche, sowohl als einer der größten Musical-Produzenten im deutschsprachigen Raum als auch als renommierter Stückentwickler und Lizenzgeber.  #

Große Bandbreite an Angeboten in Wien

Großes Musical nimmt eine Sonderstellung ein. Das liegt unter anderem daran, dass es ensuite gespielt wird. Ein Repertoire-Betrieb wie z.B. im Burgtheater ist bei einer Produktion wie CATS oder MISS SAIGON nicht möglich. Welche Herausforderungen bringt das mit sich? Würden Sie manchmal gerne Repertoire spielen?

Christian Struppeck: Musical ist nach wie vor die populärste Form des Musiktheaters und äußerst facettenreich. Unsere Art der Bespielung ist die des modernen Long Run-Musicals. Das ist genau das, was wir machen wollen und können und es ist zugleich auch unser Auftrag. Das erlaub­­t es uns, sehr große, moderne, aufwändige Produktionen zu zeigen, die man in dieser Art nur bei uns sehen kann.  Es wäre in unseren Häusern gar nicht möglich, einfach auf einen Repertoirebetrieb umzustellen, denn das ist ein ganz anderes Konzept, auf das unser Apparat nicht ausgerichtet ist. In Repertoire-Häusern kann das Publikum dafür wiederum andere Stücke sehen als bei uns, es kann also hier in Wien insgesamt aus einer großen Bandbreite an Angeboten auswählen.

Wir möchten unserem Publikum eigene, deutschsprachige Versionen moderner Stücke zeigen, die so auch am Broadway und im West End laufen. Unsere internationalen Partner schätzen unsere Art zu arbeiten, denn sie wissen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Besten der Branche gehören und ihre Musicals bei uns in höchst professionellen Händen sind. Wir arbeiten unablässig daran, unseren Zuschauerinnen und Zuschauern Musical-Welthits wie z.B. MARY POPPINS, MAMMA MIA!, BODYGUARD oder CATS in erstklassiger Qualität zeigen zu können und entwickeln zusätzlich aber auch aufwändige Musical-Eigenproduktionen auf Broadway-Niveau für Wien, die später auch im Ausland als Lizenzproduktionen zu sehen sind, wie z.B. I AM FROM AUSTRIA, ELISABETH, MOZART!, DER BESUCH DER ALTEN DAME, DON CAMILLO UND PEPPONE oder TANZ DER VAMPIRE. Unsere VBW-Musicals zählen in einem „normalen“, also COVID-19-freien, Jahr außerhalb von Österreich rund eine Million BesucherInnen – und mittlerweile sogar insgesamt rund 27 Millionen auf der ganzen Welt.

Wäre es interessant für die VBW kleinere Stücke zu machen – etwa auf einer kleineren Bühne (wie z.B. der Kammeroper)? Und dadurch flexibler zu sein, vielleicht auch unbekannten Autoren/Komponisten eine Chance zu geben, weil der Druck wegfällt, dass man ein riesiges Haus füllen muss?

Christian Struppeck: Ja, es wäre schön, wenn wir zusätzlich zu unseren großen Häusern auch noch eine kleinere Bühne bespielen dürften. Ein kleines, zusätzliches Haus brächte finanziell sicher keine Entlastung, eher im Gegenteil, da es ja auch mehr Personal und Infrastruktur bedürfte. Aus künstlerischer Sicht würde ich mich natürlich trotzdem sehr darüber freuen, neben unseren Großproduktionen auch kleinere Stücke zeigen zu können. Ideen hätte ich da sicherlich genug.

In diesem Zusammenhang: Lizenzen für Musicals bringen Verpflichtungen, erschweren auch die Planung… können Sie ein wenig darüber erzählen, wie das in der Praxis läuft: Wie lange müssen/können sie vorausplanen? Ist es überhaupt möglich, Erfolgsproduktionen zu verlängern, wenn man sich bereits für das nächste Stück verpflichtet hat?

Christian Struppeck: Wenn ein Stück bei uns Premiere feiert, sind mein Team und ich meistens inhaltlich schon komplett in den Vorbereitungen der nächsten Produktion. Die Vorbereitungszeit für eine Großproduktion beträgt ca. 1,5 – 2 Jahre. Es braucht diese Zeit, um eine große, moderne Long-Run-Musicalproduktion auf die Bühne zu bringen. So starten die Auditions meistens mindesten ein Jahr davor, oft sogar noch früher. Zudem müssen auch Abteilungen wie z.B. Kostüm, Maske, Bühne etc. lange vor Probenbeginn mit den Vorbereitungen für das nächste Musical beginnen.

Generell arbeiten wir hinter den Kulissen also sehr lange im Voraus an den Spielplänen der kommenden Saisonen bzw. sind in der konkreten Planung der kommenden Jahre natürlich viel weiter in der Zukunft, als es der Öffentlichkeit bekannt ist. Trotzdem gibt es für uns die Möglichkeit Stücke, die besonders gut laufen, länger zu spielen als ursprünglich angesetzt. Es ist alles nur eine Frage der abgestimmten Planung und einer guten, ausgeklügelten Disposition. Bei MARY POPPINS war dies z.B. der Fall. Aufgrund des sensationellen Erfolgs der Produktion haben wir die Premiere der Folgeproduktion EVITA – bei uns im Ronacher damals übrigens in einer Neuinszenierung von Hollywood- Star-Regisseur und –Choreograf Vincent Paterson -, die ursprünglich für Herbst angesetzt war, auf März verschoben. Und auch bei CATS konnten wir kurz nach der Premiere bereits so viele verkaufte Tickets verzeichnen, dass wir schon im Jänner darauf die Verlängerung um eine weitere Spielzeit bekannt gegeben haben. In Rücksprache mit dem Lizenzgeber kann ein bereits verabredeter Premierentermin von einem möglichen Folgestück also nach hinten verschoben werden. Es muss allerdings vorab geklärt sein, ob die internationalen Teams, die an der Umsetzung der Produktion vor Ort beteiligt sind, zu diesem Zeitpunkt auch wirklich verfügbar sind. Sie arbeiten meistens an mehreren Stücken, so dass eine diesbezügliche Planung oft wie ein Puzzlespiel ist. Steht die Cast schon fest, muss auch immer geklärt werden, ob die Darstellerinnen und Darsteller zu dem neuen Termin ebenfalls verfügbar sind. Es ist also in der Tat nicht so einfach, wie es vielleicht auf den ersten Blick aussieht, ein Stück zu verlängern. Aber meistens findet man eine gute Lösung, da ja alle Beteiligten daran interessiert sind, dass wir das Stück letztendlich gemeinsam auf die Bühne bringen.

Gleichzeitig agieren die VBW selber als Lizenzgeber und exportieren sehr erfolgreich Eigenproduktionen. Wie kam es dazu ursprünglich? Wie wichtig ist das mittlerweile für das Unternehmen – wirtschaftlich, aber auch in Hinblick auf internationales Ansehen? Und: Warum wollen Japaner eigentlich „I am from Austria“ spielen? Welchen Bezug hat denn das japanische Publikum zu Fendrich? 😊

Christian Struppeck: Wir lizensieren seit 1996 unsere Musicals ins Ausland. Was mit einer Premiere von ELISABETH in Japan begann hat sich in den letzten 25 Jahren zu einem äußerst erfolgreichen Konzept entwickelt. Mittlerweile sind es neun VBW- Eigenproduktionen, die weltweit in verschiedensten Spielserien in 22 Ländern zu sehen waren und sind. Pro Jahr zählen wir rund eine Million Besucherinnen und Besucher außerhalb Österreichs, insgesamt haben rund 27 Millionen Menschen ein VBW-Musical im Ausland gesehen.

Grundsätzlich sind wir immer in alle wesentlichen künstlerischen Prozesse involviert, sei es Regiekonzept, Bühnenbild, Kostüme oder Casting. Auch inhaltliche Änderungen in den Stücken, die teilweise aufgrund von kulturellen Unterschieden vorgenommen werden, diskutieren wir intensiv mit den Autoren und nehmen diese vor der Umsetzung ab. Das Wichtigste ist, stets in gutem Kontakt mit den Partnern zu bleiben, sich inhaltlich auszutauschen und ein gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen künstlerischen Standpunkte zu finden. Es gilt, die bestmögliche Realisierung unserer Musicals zu gewährleisten, um auch international immer erstklassige VBW-Qualität zu bieten, egal wo auf der Welt man eines unserer Stücke sieht.

I AM FROM AUSTRIA ist der jüngste VBW-Musical-Export. Die japanische Erstaufführung fand im Oktober 2019 in Osaka bei unseren Partnern der Takarazuka Revue Company statt, danach ist die Produktion nach Tokio weitergezogen. Es war unglaublich, unser Musical dort auf Japanisch spielen zu sehen. Die Takarazuka Revue Company ist eine der renommiertesten Musiktheatergruppe Japans, mit über hundertjähriger Tradition und ein langjähriger Partner der VBW. Charakteristisches Merkmal ist, dass alle Rollen – sowohl weibliche als auch männliche – ausschließlich mit Frauen besetzt werden. Die erste VBW-Auslandpremiere von ELISABETH fand 1996 ebenfalls in einem Theater dieser Company statt, seither verbindet uns eine enge Partnerschaft mit den japanischen Kollegen.

Ein Spektakel mit 75 Darstellerinnen in der Cast und mit über 1.000 Kostümen – und gleichzeitig ein Riesenerfolg! Obwohl das japanische Publikum Rainhard Fendrich bis dorthin nicht, oder zumindest nur ein wenig, kannte, waren alle rund 100 Vorstellungen mit rund 250.000 aufgelegten Tickets innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Unter anderem weil Japans Musicalbesucherinnen und –besucher Musicals aus Österreich sehr schätzen. Aber auch das Land selbst genießt dort sehr hohes Ansehen – dass das Stück in Österreich und vor allem in Wien spielt, hat deshalb dem japanischen Publikum besonders gut gefallen. Heuer wurde die Show sogar im japanischen Fernsehen gezeigt. Man sieht also, unser Erfolgsmusical funktioniert auch außerhalb Österreichs sehr gut. Wir haben bei der Stückentwicklung die Liedtexte und die neu erfundene Handlung inhaltlich eng miteinander verwoben, daher macht es nichts, wenn man die Lieder vorher vielleicht nicht kennt, sie sind somit Teil der Geschichte.

Leider hat 2020 die Corona-Pandemie auch viele unserer Lizenzpartner schwer getroffen, ein großer Teil der Produktionen musste abgesagt werden. Aber einige konnten auch stattfinden, so zum Beispiel MOZART! in Korea. Unser Partner EMK Musical Company hatte keine Mühen gescheut, diese wunderbare Produktion auf die große Bühne zu bringen. Das hat uns besonders gefreut, da es gleichzeitig die 10-Jahres-Jubiläums-Produktion in Seoul war. Die koreanische Erstaufführung des Stücks war 2010 Grundstein der Partnerschaft von EMK und VBW, die sich über das letzte Jahrzehnt äußerst erfolgreich entwickelt hat. Neben MOZART! wurden seither auch viele Aufführungsserien von den VBW-Musicals ELISABETH, REBECCA und RUDOLF in Korea gezeigt. Es war hochemotional für alle, da zu diesem Zeitpunkt weltweit bereits so gut wie alle Theater geschlossen waren. Aktuell gibt es zudem an vielen internationalen Theatern bereits den Plan, die Spielserien unserer Stücke, die aufgrund der Situation 2020 nicht stattfinden konnten, heuer nachzuholen.

Sie sind bekannt für ihre mutige und tatsächlich auch farbenblinde Besetzungspolitik. Ana Milva Gomes hat im Interview mit der „Bühne“ gesagt, ihre Traumrolle wäre „Elisabeth“. Würden Sie sie besetzen?

Christian Struppeck: Man weiß nie, was kommt… 😉 Die Entwicklung des sogenannten „Colorblind-Casting“ ist etwas Wunderbares, den Trend gibt es ja schon länger. Spätestens seit der Uraufführung von HAMILTON in den USA gibt es immer öfter ganz neue und mutige Ansätze. Es wurde ganz bewusst diesbezüglich einiges aufgebrochen und das ist gut so und war doch längst überfällig.

Hamburg wagt sich an „Hamilton“. Könnten Sie sich das in Wien vorstellen?

Christian Struppeck: HAMILTON ist ein großartiges Musical, es hat bei der Uraufführung die Musicalwelt in vielerlei Hinsicht revolutioniert und seitdem nicht umsonst alle Rekorde gebrochen. Dennoch sehe ich es als besondere Herausforderung, das Stück im deutschsprachigen Sprachraum als Großproduktion zu zeigen, da es inhaltlich wirklich sehr US-spezifisch ist. Es ist daher eine sehr mutige Entscheidung. Ich wünsche den Kollegen auf jeden Fall, dass ihr Plan aufgeht und HAMILTON auch in Deutschland ein großer Erfolg wird!

Miss Saigon ist ab 3. Dezember 2021 erstmals in Wien zu sehen.

Ihre Traum-Szenarios/Wünsche/Pläne… evtl. ein Stück, das Sie gerne nach Wien bringen und/oder immer schon einmal machen wollten?

Christian Struppeck: Da gibt es einiges, aber das Lieblingsprojekt ist tatsächlich immer das, an dem man gerade arbeitet. Aktuell stecken wir ja mitten in den Endvorbereitungen für MISS SAIGON, das im Herbst im Raimund Theater und somit endlich erstmals in Wien zu sehen sein wird. Dieses Musical ist wirklich außergewöhnlich, ein Musical-Welthit, der unter die Haut geht. Nach so einem Jahr mit all den Hindernissen, können wir die Premiere kaum erwarten. Gleichzeitig sind wir immer in engem Kontakt mit allen Produzenten der aktuellen neuen internationalen Produktionen. Zudem arbeite ich auch an der Entwicklung neuer eigener Musical-Projekte, die sehr inspirierend sind und mir immer sehr viel Freude bereiten. Ich liebe es, an neuen Stoffen zu arbeiten!

Wenn Sie nicht Musical-Intendant wären, dann wären Sie…?

Christian Struppeck: Ich war ja auch vor meiner Intendanz schon als Musical-Autor tätig und habe auch als Regisseur gearbeitet. Also würde ich dem Musical in jedem Fall treu bleiben, denn ohne geht es nicht!

Aktuelle Informationen der Vereinigten Bühnen Wien

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