Eine Neujahrsgala als musikalisches Geschenk für das Publikum

Drei Musikerinnen haben die Initiative ergriffen, um die Kunst und Kultur in Österreich nicht verstummen zu lassen. Ab 2. Jänner ist die Gala mit hochkarätiger musikalischer Besetzung zu sehen. Alle Künstlerinnen und Künstler spielten ohne Gage.

von Redaktion, 30. Dezember 2020

Eine Neujahrsgala als musikalisches Geschenk für das Publikum
Eine Liebeserklärung an das Publikum. Am 2. Jänner findet die Gala „Die Kunst in Österreich lebt weiter" online und kostenlos statt. Initiiert haben das Event Rusanda Panfili (links), Donka Angatscheva (zweite von links) und Teodora Miteva (ganz rechts). Die ORF-Journalistin Teresa Vogl moderiert. Foto: © Stefan Panfili

„Wir leben für die Musik. Und wir leben dafür, die Musik mit dem Publikum gemeinsam zu erleben“, sagt Violonistin Rusanda Panfili. Gemeinsam mit der Pianistin Donka Angatscheva und Cellistin Teodora Miteva hat sie als Dankeschön an das Publikum ein Riesenprojekt auf die Beine gestellt: Eine Gala mit zahlreichen namhaften Künstlerinnen und Künstlern, die im Palais Liechtenstein gefilmt wurde. Am 2. Jänner wird sie um 20 Uhr via www.diekunstlebtweiter.at ausgestrahlt und auf allen Künstler-Accounts und via Social Media und TV verbreitet.

Die Premiere findet am 2.1. um 20 Uhr statt.

Prunkvolle Gala unter strengen Covid-Richtlinien

Klassik-Stars wie Ildikó Raimondi, Sandra Pires, Kristin Lewis, Miriam und Eduard Kutrowatz, Christian Bakanic und Aleksey Igudesman konnten für das Konzert gewonnen werden. „Wir wollten ein festliches Programm zusammenstellen, bei dem für jeden etwas dabei ist“, sagt Panfili. Zu hören sein wird daher ein breites musikalisches Spektrum: Musik von Mozart, Liszt, Strauß, Puccini und moderne Klänge wie Tango, Rumba, Flamenco und Walzer. Alle Künstler spielen ohne Gage.

2020 war auch für die Kunst und Kultur ein schwieriges Jahr. Eigentlich hätte Panfili als Solistin der Hans Zimmer World Tour eine Welttournee absolvieren sollen. „Mir wurden 120 Konzerte abgesagt“, sagt sie. Es sei auch eine große Traurigkeit zu spüren, bei Publikum und Künstlern. Die Initiative „Die Kunst lebt weiter“ wurde von Donka Angatscheva auch aus diesem Gefühl heraus bereits im März, während des ersten Lockdowns, ins Leben gerufen. „Gerade in diesen Zeiten sollten die Leute zu Hause etwas Schönes erleben“, sagt Panfili.

Mit einer Stunde Musik ins Neujahr

Das Palais Liechtenstein stellte seine prunkvollen Räumlichkeiten für den Dreh zur Verfügung. Die drei Initiatorinnen konnten zudem Sponsoren wie Bucherer Juwelen und GW Coesmetics von ihrer Idee überzeugen. Dadurch ist es möglich, dass auch die Zuseherinnen und Zuseher das musikalische Spektakel kostenlos sehen können. Moderieren wird die ORF-Journalistin Teresa Vogl. Gedreht wurde innerhalb eines Tages. Die Gala wird insgesamt eine Stunde dauern. Wichtig war, die strengen Covid-Richtlinien einzuhalten, wie Panfili der BÜHNE berichtet.

Die Musikerinnen wollen mit der Gala auch zeigen, wieviel Österreich zu bieten hat: „Es kommen ja weltweit Touristen wegen der Musik hierher – aber auch Musiker. Gerade auch Wien hat so eine starke Community in der klassischen Musik – und das seit Jahrhunderten. Das ist unser Statement: Wir werden das nicht aussterben lassen.“

Weitere Infos: „Die Kunst lebt weiter“

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